Donnerstag, 19. Dezember 2013

XPress 12

Weihnachten 2013

 
Ein kurzer Rückblick:

2013 war ein gutes Jahr!

Die gestiegene Anzahl an Projekten hat deutlich gemacht, dass die PLEXPERT GmbH den aktuellen Anforderungen mehr als entspricht.

Durch schnelle, kostengünstige und praxisgerechte Simulationen wurde die tägliche Arbeit von Formteil- und Werkzeugkonstrukteuren erleichtert. Die daraus gewonnene Wertschöpfung sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Nachfrager.

Bei einem 2fach SchieberWerkzeug zur Herstellung eines MIDTrägers aus Vectra 840i haben wir z.B. die Entwicklungszeit um 20% verkürzt und die berechneten Stückkosten durch Optimierung der Zykluszeit um 30% reduziert. 

Wir bedanken uns bei unseren Kunden
und wünschen allen Lesern von
PLEXPERT-XPress 
schöne Feiertage und einen
guten Start ins Jahr.

Als kleines Dankeschön haben wir für Sie unsere neue Android-App "PLEXPERT-Sim" im Google Play Store kostenlos zum Download bereitgestellt. 


 
Zu App und Bild:
Bei dieser App handelt es sich um ein kleines Hilfs-Tool für Anwender von Spritzguss-Simulationsprogrammen zum Umrechnen von Einheiten und Querschnitten. Die App läuft auf Smartphones/Tablets ab Android 2.3.3. Ginger Bread, API Level 10 oder höher.

PLEXPERT Android App für FEM-Anwender

Montag, 9. Dezember 2013

XPress 11

Moldex3D in der Anwendung
Entscheidungsgrundlagen parallel zur Formteil/Werkzeugkonstruktion

Abbildung 1: PLEXPERT - Moldex3D
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Moldex3D ist die Berechnung
der Temperatur im Prozess.
Die Viskosität sinkt bei einigen Materialien überproportional, wenn
diese hoher Scherung ausgesetzt sind.





Moldex3D liefert dem Werkzeugkonstrukteur Informationen über:
  • Scherung im Anschnittbereich
  • Temperaturverteilung im Werkzeug
  • Effizienz der Temperierung
  • Druckverluste in den Kühlkreisläufen
  • Positionierung von Auswerfern

Abbildung 2: PLEXPERT - MID
Im rechts dargestellten Beispiel wird ein LCP Material verarbeitet. Dieses zeichnet sich durch eine geringe Wärmekapazität und eine hohe Wärmeleitung aus. Durch das Wissen um die Temperaturen und Fließverhältnisse aus der Simulation, konnte der Konstrukteur das Werkzeug richtig auslegen.


Erklärungen zu den Bildern:

Abbildung 1: PLEXPERT - Moldex3D

Mit Moldex3D werden die Verhältnisse im Anschnitt korrekt simuliert. Die Aufgabe des Werkzeugmachers ist es, den Anschnittquerschnitt so zu wählen, dass eine Balance zwischen Füllung bei geringer Scherung und rechtzeitigem Erstarren gegeben ist. 
Im vorliegenden Fall ist der Bananenanschnitt so optimiert worden, dass der Siegelpunkt rechtzeitig erreicht wird und bei der Füllung kein Materialabbau durch zu hohe Scherung auftritt. In der Vergrößerung ist die Temperaturerhöhung durch Friktion zu sehen.
Mehr zum Thema

Abbildung 2: PLEXPERT - MID

Entwicklung des MID Trägers vom Spritzteil bis zur komplett bestückten MID Einheit. Mittels Laser werden Bohrungen erzeugt. Durch Moldex3D sind minimale Wandstärke in diesen Bereichen ermittelt worden, so dass keine Stagnation der Schmelze oder Lufteinschlüsse auftreten.
Mehr zum Thema

Donnerstag, 21. November 2013

Technomer 2013

MIDster-Modell beim Entformen aus Werkzeug
Die Fachtagung über die Verarbeitung und Anwendung von Polymeren wird im zwei-Jahres Rythmus von der Technischen Universität Chemnitz, dem Kunststoffzentrum in Leipzig gGmbH und dem Leibnitz-Institut für Polymervorschung Dresden e.V. durchgeführt.
Auf der inzwischen 23. Fachtagung, waren am 14. und 15. November in acht Themenblöcken zahlreiche Vorträge rund um die Kunststofftechnik zu hören. Die Mischung zwischen den Bereichen Forschung und Praxisanwendung war ausgewogen.

Die PLEXPERT GmbH hat mit einen eigenen Vortrag über die Anwendung der MID Technologie in der Praxis zur Wissensvermittlung beigetragen.

Unter der Federführung des FAPS (Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung
und Produktionssystematik), Nürnberg konnte die PLEXPERT GmbH als Mitglied der Forschungsvereinigung 3D MID e.V. einen Teil zur Verbreitung der MID Technologie beitragen.

In seinem Vortrag "Entwicklung eines Spritzgießwerkzeugs für einen MID-Träger" hat Herr Mann einen Einblick in den Ablauf der MID Herstellung gegeben.

Der Bogen spannte sich von den Anforderungen ein 2D Schaltungslayout auf einen 3D Grundkörper zu bringen, über die Werkzeugentwicklung bis hin zur Laserdirektstrukturierung, Metallisierung und Bestückung des Bauteils.

Das Hauptaugenmerk war auf die Anwendung der 3D-Simulation parallel zu den einzelnen Entwicklungsschritten in der Werkzeugkonstruktion gerichtet.

  • Festlegung der Anschnittposition
  • Dimensionierung der Anbindung
  • Positionierung und Dimensionierung der Temperierkanäle
  • Auswahl des Werkzeugwerkstoffs (Berücksichtigung von Einsätzen)
  • Betrachtung der Schwindung und des Formteilverzugs
Das durch die Simulation bestmöglich ausgelegte Spritzgießwerkzeug wurde rechtzeitig fertig gestellt.
Die damit hergestellten Trägerteile aus LCP dienten als Basis für die Vorstellung des neuen MID Veranschaulichungsmodells MIDster während der K 2013.

Der Vortrag hat das Zusammenspiel einzelner Fachbereiche bei der Entwicklung eines neuen MID Formteils dargestellt.

Die Vorteile durch den Einsatz der MID Technologie wurden deutlich:

  • geringere Baugröße
  • Materialeinsparung
  • Kostenreduktion
  • geringerer Energieverbrauch

Die Teilnahme an der Technomer und das rege Interesse an der MID Technologie hat uns sehr gefreut und wir werden gerne an der nächste Veranstaltung in zwei Jahren erneut teilnehmen. Den Besuch der Technomer können wir jedem Interessierten aus dem Bereich Kunststoff ans Herz legen.


Bezug:
Technomer 2013

Dienstag, 5. November 2013

XPress 10


Zuverlässiges Werkzeug
durch Betrachtung der Anbindung, Temperierung, Schwindung und der Auswerferpositionierung



PLEXPERT Temperierung, Werzeug SD-Kartenhalter
Abb. 1: PLEXPERT Temperierung
Energieeffiziente Auslegung

Der Querschnitt der Anbindung beeinflusst direkt die Zykluszeit. Die Vergrößerung des Anschnittdurch-messers führt zu einer quadratischen Erhöhung der Erstarrungszeit.
Wird ein Tunnelanschnitt um 0.1mm vergrößert erhöht sich damit die Erstarrungszeit um 20%. Die direkte Auswirkung auf die Zykluszeit führt zu einer Kostenerhöhung über die Produktionszeit von mehreren Tausend Euro. Hohe Bedeutung liegt daher im Abstand der Temperierung von der Anbindung.



Der Werkzeugkonstrukteur bekommt Wissen über:
PLEXPERT IR-Thermocontrol
 Abb. 2: PLEXPERT IR-Thermocontrol
  • Lage und Abmessung der Temperierkanäle
  • Temperaturverteilung innerhalb des Werkzeugs
  • Effektivität einzelner Temperierkreisläufe
  • Druckverluste im Temperiersystem
  • Erforderliche Leistung des Kühlaggregats
  • Lage von Hotspots am Formteil

Die Werkzeugsimulation zeigt unter anderem Lösungen für:

  • Kanaldurchmesser des nicht natürlich balancierten Verteilersystems
  • Optimale Position und Querschnitte der Anbindung (Sicherstellen gleicher Einfrierbedingungen für die unterschiedlichen Formnester)
  • Auslegung der Temperierkanäle zur gleichmäßigen Wärmeabfuhr
  • Vermeidung des Kanteneffekts durch einen Werkzeugeinsatz mit hoher Wärmeleitfähigkeit (BerylliumKupfer) und Temperierung mittels Baffler.

Erklärung zu den Bildern:

Abb. 1: Plexpert Temperierung

Ein Spritzgießwerkzeug für einen SD Karten Organizer soll hergestellt werden. Der Organizer besteht aus zwei SDKartenhaltern, zwei Halteclips und einer  Aufnahme. Als Polymer kommt PP, Novolen 1100 zum Einsatz. 
Mehr zum Thema


Abb. 2: PLEXPERT IR-Thermocontrol

Die Übereinstimmung zwischen Simulation und Praxis zeigt die nach dem Entformen aufgenommene Draufsicht des SDKartenhalters. Zu erkennen sind die höheren Temperaturen im Innern des Kartenhalters.
Mehr zum Thema

(c) PLEXPERT GmbH, Aalen