Mittwoch, 3. Mai 2017

Werkzeugtemperierung analysiert - VR Virtuelles wird real

Vom Werkzeugkonstrukteur ist der erste Entwurf der Temperierung fertig gestellt. Im CAD System werden die Mittellinien der Temperierbohrungen auf einem separaten Layer erstellt. Diese folgen dem Verlauf des Temperiermediums. Tote Ecken, die sich z. B. bohrtechnisch ergeben, werden nicht mit abgebildet. Die Mittellinien werden als .igs Daten gespeichert und in die Simulation übernommen.


Das ist der einfachste und flexibelste Weg, um eine Analyse der Temperierung in einem Simulationsprogramm vorzubereiten.
Innerhalb des Moldex3D Designers werden den Linien die entsprechenden Kanaldurchmesser als Attribut zugewiesen. Abschließend wird der Einlass und Auslass zu jedem Temperierkreislauf gesetzt und der Bilanzraum definiert.

Das Modell wird vernetzt, die Randbedingungen, wie Durchflussmenge (l/min) pro Temperierkanal, die Vorlauftemperatur, Kühlzeit, etc. gesetzt und die Berechnung gestartet.

Die Analyse mit Moldex3D zeigt schnell die kritischen Bereiche am Formteil. Insbesondere im Bereich der seitlichen Taschen treten hohe Temperaturen auf. In der Diskussion mit dem Werkzeugkonstrukteur werden Änderungen am Temperierkanal-Layout durchgeführt und mit Moldex3D neu berechnet. Ziel ist es, einen gleichmäßigen Wärmeabtrag zu erreichen.

Die optimierte Temperierung wird in die Werkzeugkonstruktion übernommen und in das Werkzeug eingebracht.

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